Zielbildung

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Quantitative Ziele
• Der Vorteil von quantitativen Zielen liegt in der Überprüfbarkeit der Zielerreichung.
• Unser Marktanteil unter den Lebensmitteldiscountern soll von aktuell 8% auf 10% zum Jahresabschluss 2007 gesteigert werden.

Qualitative Ziele
• Obwohl qualitative Ziele nicht gemessen werden können, haben sie einen Nutzen für die Entwicklung des Unternehmens.
• Diese Ziele können nicht unmittelbar mit Zahlen belegt werden. Sie bringen eher eine gewünschte Eigenschaft zum Ausdruck.
• Die Präsentation unserer Produkte in den Geschäften soll einen neuen Maßstab im Handel setzten.

Zeithorizont
• Langfristige Ziele → Nach Ablauf von 5 Jahren und mehr
• Mittelfristige Ziele → Innerhalb von 2 bis 5 Jahren
• Kurzfristige Ziele → 1 bis 2 Jahre
Die gewählte oder vorgegebene Zeitspanne bestimmt also die Intensität der Aktivitäten, mit der das Ziel erreicht werden soll.

Zielarten
Komplementäre Ziele
     • Wird ein Ziel erreicht, so kommt dies auch einem weiteren Ziel zugute, d. h. auch das Erreichen dieses zweiten Ziels wird gefördert.
Konkurrierende Ziele
     • Konkurrierende Ziele können zu Konflikten führen, denn sie widersprechen sich gegenseitig.
Indifferente Ziele
     • Diese Ziele stehen in keinen Beziehungen zueinander. Sie sind voneinander unabhängig.

Bereiche der Unternehmensziele
Marktziele
     • Marktziele beziehen sich vor allem auf den Erfolg der angebotenen Leistung im Markt.
     • Ansätze
          • Umsatz, Absatz, Marktanteil
Strukturziele
     • Die Struktur des Unternehmens soll das Leistungspotenzial des Unternehmens Geltung bringen. Das Unternehmen sollte so organisiert
       und strukturiert sein, dass Anpassungen an veränderte Situationen möglich sind.
     • Ansätze
          • Art der Organisation, Zahl der Niederlassungen, Erhalt von Kompetenzen, Flexibilität
Soziale Ziele
     • Diese stehen in Verbindung mit dem Personalbereich. Soziale Ziele wie etwa in Bezug auf die Weiterbildung der Mitarbeiter.
Effizienzziele
     • Die Effizienz bezieht sich stets auf die Wirtschaftlichkeit einer Aktivität oder Handlung. Sie stellt das Verhältnis des Aufwandes zum Ergebnis
       in den Mittelpunkt.
     • Ansätze
          • Gewinn, Umsatz, Rentabilität, Umsatz pro Fläche

Anforderungen an die Zielformulierung
Konkrete Formulierung
     • Ziele können nicht verfolgt werden, wenn wichtige Angaben fehlen.
     • Abgrenzung des Ziels
Realistische Zielsetzung
     • Ziele, die nicht vorstellbar sind, haben eher den Charakter von Träumereien. Diese sind in einem Unternehmen fehl am Platz.
Verständliche Zielsetzung
     • Ziele müssen abgeklärt und besprochen werden. Es muss deutlich werden, dass die Ziele richtig verstanden und interpretiert werden.
Identifikation mit den Zielen
     • Das Verantwortungsgefühl gegenüber den Zielen wird gestärkt, wenn Zielkonflikte erkannt und zur Sprache gebracht werden.
     • Nach Zielen zu arbeiten, setzt die Akzeptanz der Ziele voraus. Sie werden schneller und besser erreicht, wenn die Mitarbeiter hinter den Zielen
       stehen.

Zielüberprüfung
Mit der Zielüberprüfung soll sichergestellt werden, dass die Strategie und die Aktivitäten so gut wie möglich auf das Unternehmen abgestimmt werden können.
Controlling
     • Das Ergebnis kann drei Zustände annehmen. So kann der Ist-Umsatz dem Planumsatz entsprechen oder der Ist-Umsatz weicht vom Planumsatz
       ab. Die Abweichung kann dabei positiv oder negativ ausfallen.
Ablauf einer Zielüberprüfung
     • Zielformulierung → Erreichen eines definierten Umsatzes
     • Ist das Ziel erreicht? → Feststellen der Abweichung
     • Welche Ursachen führen zu dem Ergebnis? → Analyse der Abweichung
     • Erreichen wir das übergeordnete Ziel? → Auswirkungen definieren
     • Welche Aktivitäten können verändert werden? → Konsequenzen beschließen