Spartenorganisation

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Definition
Die divisionale Organisation, auch als Spartenorganisation oder Geschäftsbereichsorganisation bezeichnet, gliedert auf der zweiten Hierarchieebene Organisationseinheiten nach Objektgesichtspunkten. Diese Einheiten werden Geschäftsbereiche, Sparten oder Divisionen genannt, manchmal auch als Strategische Geschäftseinheit (SGF) bezeichnet.

Grad der Dezentralisation
Zentrale Spartenorganisation
     • Geringer Grad an Spartenautonomie
     • Wenige, kleine und homogene Sparten
     • Geringe Komplexität der Steuerungsinstrumente
Dezentrale Spartenorganisation
     • Hoher Grad an Spartenautonomie
     • Viele, große und diversifizierte Sparten
     • Hohe Komplexität der Steuerungsinstrumente

Unternehmensleitung
• Verteilung der Ressourcen
• Personelle Besetzung der Geschäftsbereichsleitung
• Lenkung und Kontrolle der Divisionen und Zentralbereiche
• Festlegung von Investitions-und Forschungsschwerpunkten
• Festlegung langfristiger Zielsetzungen und Unternehmenspolitik

Geschäftsbereiche
Die Geschäftsbereiche (Sparten) sind funktional gegliedert. Sie können als Cost-Center, Profit-Center oder als Investment-Center geführt werden.
Cost-Center
     • Geschäftsbereichsleitung hat keinen Einfluss auf Art, Menge und Preis der zu erbringenden Leistungen. Es gibt bestimmte Vorgaben, die mit
       möglichst geringem Ressourcenaufwand erfüllt werden müssen.
Profit-Center
     • Geschäftsbereichsleitung trägt Kosten-und Erlösverantwortung. Da durch die Unternehmensstrategie jedoch trotzdem Vorgaben vorhanden
       sind, erstreckt sich der Entscheidungsspielraum vorwiegend auf die Produktionsmengen und den Verkaufspreis.
Investment-Center
     • Entscheidungsspielraum wird noch um den Kapitaleinsatz erweitert.

Vorteile
• Exaktere Erfolgsbeurteilung
• Erhöhte Flexibilität und Koordination
• Jede Abteilung arbeitet eigenständig
• Hohe Motivation durch größere Autonomie
• Höhere Transparenz der Geschäftsaktivitäten
• Entlastung der obersten Unternehmensleitung

Nachteile
• Synergieverluste
• Spartenegoismus
• Höhere Personalkosten
• Erhöhter Bedarf an Leitungsstellen
• Höherer Koordinierungsbedarf und hoher administrativer Aufwand
• Potenzielle Differenz zwischen Divisions-und Unternehmenszielen