Personalbedarfsplanung

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Definition
Die Personalbedarfsplanung ist ein Teilgebiet der Personalplanung, die im Rahmen der Personalwirtschaft ein praktisches Aufgabengebiet der Betriebsführung bildet. Personalbedarfsplanung wird definiert als "Maßnahmen zur Ermittlung des derzeitigen und zukünftigen quantitativen und qualitativen Bedarfs an Führungskräften und Mitarbeitern eines Unternehmens."

Arten des Personalbedarfs nach Zielsetzung
Ersatzbedarf, den durch ausscheidende Mitarbeiter verursachten Bedarf, beispielsweise wegen Tod, Invalidität, Pensionierung, Kündigung durch
  Arbeitnehmer oder Arbeitgeber.
Neubedarf (Erweiterungsbedarf), den über den augenblicklichen Personalbestand hinausgehenden (zusätzlichen) Personalbedarf, beispielsweise
  wegen Erhöhung der Betriebskapazität, Arbeitszeitverkürzungen, Hochkonjunktur.
Minderbedarf (Personaleinschränkung), einen Rückgang des Personalbedarfs beispielsweise nach Rationalisierungsmaßnahmen, Strukturkrisen,
  Rezession.
Reservebedarf, zusätzlich zum Stammpersonal für Notsituationen bereitgehaltenes Stammpersonal wie die „Rufbereitschaft“ bei der Feuerwehr.
Zusatzbedarf, kurzfristiges zusätzliches Personal, beispielsweise wegen saisonalen Arbeitsbedarfs wie bei der Weinernte im Herbst.
Freistellungsbedarf, Euphemismus für Personalüberschuss, der aus verschiedenen Gründen abgebaut werden muss, beispielsweise bei
  Absatzschwierigkeiten, Produktionseinschränkungen, Betriebsstilllegungen, bei der Schließung von Betriebsteilen und Filialen oder bei
  Rationalisierungsinvestitionen. 

Berechnung Personalbedarf
geplanter Personalbestand (Bruttobedarf)
- derzeitiger Personalbestand
+ bereits bekannte Personalabgänge
• Kündigungen
• Pensionierungen
• Mutterschutz / Erziehungsurlaub
• Bundeswehr / Zivildienst
- bereits bekannte Personalzugänge
• Neueinstellungen
• Rückkehr Mutterschutz / Erziehungsurlaub
• Rückkehr Bundeswehr / Zivildienst
= Personalbeschaffungsbedarf (Nettobedarf)