Konjunktur

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Konjunkturzyklus
Saisonschwankungen     • 1 Jahr
     • kurzfristige immer wiederkehrende Schwankungen der Nachfrage
     • i. d. R. jahreszeitlich bedingt, z. B. Bauwirtschaft, Bekleidungsindustrie
Konjunkturschwankungen     • 5 Jahre
     • mittelfristige Änderungen der gesamtwirtschaftlichen Situation
     • aufgrund von grundsätzlichen Marktveränderungen
Lange Konjunkturwellen     • 30 - 50 Jahre
     • langfristige Veränderungen der Wirtschaftsstruktur
     • Betrachtungszeitraum ca. 30-50 Jahre, z. B. Autoindustrie, Computertechnologie

Konjunkturindikatoren
• Bruttoinlandsprodukt
• Angebot/Nachfrage
• Arbeitslosigkeit
• Löhne/Gehälter
• Inflationsrate
• Investitionen
• Zinsen

Expansion
Die Aufschwungphase ist durch eine Ausweitung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage gekennzeichnet. Die Kostensituation der Unternehmen ist im allgemeinen recht günstig, nicht nur, weil die noch in der Rezession ausgehandelten Löhne relativ gering gestiegen sind, sondern weil die Kosten sich auf größere Produktionsmengen verteilt.

Boom
Mit dem weiteren Ansteigen der Nachfrage werden zunehmend die Kapazitäten in immer mehr Produktionsbereichen ausgelastet. Mit Engpässen und Preissteigerungen ist zu rechnen, da das Angebot nicht mehr beliebig bei steigender Nachfrage erweitert werden kann. Auch wird der Arbeitsmarkt zunehmend leer. Die Produktionsausweitung stößt bei den völlig ausgelasteten Wirtschaftsbereichen auf erste Grenzen. Typischerweise finden wir in dieser Situation auch bei einem 100%igen Auslastungsgrad Überstunden und übertarifliche Bezahlungen bei leerem Arbeitsmarkt vor.

Rezession
Aufgrund fehlender Nachfrage im In-und Ausland lässt die Investitionstätigkeit nach, dies wiederum führt in der Investitionsgüterindustrie zu Kapazitätsanpassungen. Dennoch kommt es trotz des sich abzeichnenden Nachfragerückganges oft zu weiteren Preissteigerungen.

Stagflation
Stagflation beschreibt eine wirtschaftliche Lage, in der -was es normalerweise in der klassischen Konjunkturtheorie nicht gibt -bei einem stagnierenden Bruttoinlandsprodukt, verbunden mit Arbeitslosigkeit, gleichzeitig eine relativ hohe Inflation herrscht. Wie bereits zuvor beschrieben kommt es in Zeiten der Rezession zu weniger Konsum und zu verstärktem Sparen, allenfalls zu Rationalisierungsinvestitionen. Man spricht von einer positiven Reinigungsfunktion der Marktwirtschaft.