Gesetzliche Unfallversicherung (GUV)

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Träger der Unfallversicherung sind in erster Linie die Berufsgenossenschaften, der Bund, die Bundesagentur für Arbeit sowie die Länder und Gemeinden. Jeder Unternehmer ist verpflichtet, Unfälle von Versicherten der zuständigen Berufsgenossenschaft anzuzeigen, wenn ein Versicherter so schwer verletzt wird, dass er mehr als drei Tage arbeitsunfähig ist oder tödlich verunglückt.

Ein Arbeitsunfall ist ein Unfall, den ein Versicherter während und im Zusammenhang mit der Ausübung seiner beruflichen Tätigkeit erleidet. Als Arbeitsunfall gilt ferner auch der Unfall, der sich auf dem direkten oder verkehrsüblichen Weg nach und vom Ort der Berufstätigkeit oder bei betrieblichen Gemeinschaftsveranstaltungen (z. B. Betriebsausflug) ereignet. Bei Fahrgemeinschaften darf vom direkten Weg abgewichen werden, um die einzelnen Mitglieder zu Hause abzuholen bzw. zurückzubringen (Wegeunfall).

Die Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung werden von den Unternehmen allein getragen. Die Höhe der zu entrichtenden Beiträge bemisst sich grundsätzlich nach den gezahlten Lohnsummen und dem Gefahrtarif.

Gesetzliche Unfallversicherung (GUV)
• Träger
     • Berufsgenossenschaft
     • Gemeindeunfallversicherungsverbände
• Versicherte
     • Angestellte
     • Ehrenamtliche Helfer
     • Arbeiter
     • Erste-Hilfe-Leistende
     • Schüler
     • Studenten
• Betrag
     • nur Arbeitgeber; Höhe hängt vom Risiko und der Höhe der Gehaltszahlung ab.
• Aufgaben/Leistungen
     • Verhütung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten durch Aufklärung
     • Wiedereingliederung von Verunglückten und Berufskranken
     • Finanzielle Absicherung der Betroffenen:
          • Verletztenrente
          • Witwen-oder Waisenrente
          • Sterbegeld
          • Pflegegeld
          • Übergangsgeld

Aufwendungen
• Heilbehandlung Nach einem Versicherungsunfall hat der versicherte Arbeitnehmer Anspruch auf Heilbehandlung einschließlich Leistungen zur
  sozialen Rehabilitation.
• Rehabilitation Rehabilitationsleistungen werden dann erbracht, wenn die konkrete Gefahr besteht, dass der Versicherte aus seinem bisherigen Beruf
  ausgegliedert wird, weil er die Anforderungen nicht mehr erfüllen kann.
• Pflege Solange der Versicherte infolge des Unfalls so hilflos ist, dass er im täglichen Leben in erheblichem Umfang der Hilfe bedarf, wird je nach
  Antrag des V ersicherten entweder Pflegegeld gezahlt, eine Pflegekraft gestellt oder ein Heimplatz gewährt.
• Geldleistungen Im Versicherungsfall werden dem Versicherten nach Ablauf des Lohnfortzahlungszeitraumes Geldleistungen wie Verletztengeld
   oder Übergangsgeld bezahlt.

Aufgaben
Prävention
     • Vermeidung von Berufskrankheiten
     • Verhütung von Arbeitsunfällen
     • Vermeidung von arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren
Rehabilitation
     • Wiederherstellung der Gesundheit
     • Entschädigung der Hinterbliebenen durch Geldleistungen
     • Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit