Finanzerfassung

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Definition
Die Finanzerfassung regelt die Aufbringung, Verwaltung und Verteilung der finanziellen Mittel innerhalb eines Staates. Bei der Schaffung des Grundgesetzes wurde entschieden, die Bundesrepublik Deutschland nach dem föderalistischen Prinzip aufzubauen, d. h. eine Gliederung in Bund, Länder und Gemeinden vorzusehen, weil diese Gliederung zu einer Teilung der politischen Entscheidungsbefugnisse zwischen den Gebietskörperschaften und damit zu einer besseren Kontrolle politischer Macht führt.

Aussagen zum Finanzausgleich
• Starke Einnahmeunterschiede zwischen den Ländern wirken sich auf die Qualität der Bildungseinrichtungen (Kindergärten, Schulen usw.)
  und damit auf die Bildungschancen aus. Aus Gründen vergleichbarer Bildungschancen sollte ein Länderfinanzausgleich stattfinden.
• Starke Einnahmeunterschiede zwischen den Ländern wirken sich auf die regionale Bereitstellung von Infrastruktur (z. B. Straßen, Erschließung
  von Gewerbeflächen) aus. Damit dieser Unterschied nicht immer größer wird, sondern sich eher verringert, ist ein Finanzausgleich erforderlich.
• Für die Erhaltung einer bestimmten Umweltqualität sind Maßnahmen der Gebietskörperschaft notwendig (Erhaltung der Wälder,
  Gewässerreinhaltung usw.). Damit solche Maßnahmen nicht an der Finanzausstattung scheitern, ist ein Finanzausgleich erforderlich.