Budget

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Funktionen
Kontrollfunktion
     • Budgets bedeuten konkrete Sollvorgaben
Motivationsfunktion
     • Budgets schließen Handlungsmöglichkeiten aus und können deshalb möglicherweise demotivierend wirken.
Orientierungsfunktion
     • Budgets geben den Entscheidungsträgern klare Ziele vor, die eine Erfolgskontrolle ermöglichen.
Koordinations-und Integrationsfunktion
     • Die Budgetierung erfordert eine Abstimmung sowohl zwischen gleich geordnete als auch zwischen über-und untergeordneten Budgets.

Gefahren
Etatdenken
     • Die Zuteilung von Mitteln in Form von Budgets führt unter Umständen dazu, dass bis zum Jahresende nicht für die Aufgabenerfüllung in
       Anspruch genommene Mittel noch ausgegeben werden, um im Folgejahr ein mindestens gleich bleibendes Budget einfordern zu können.
Förderung kurzfristigen Denkens
     • Das primäre Ziel einer jeden Einheit ist es, das laufende Budget einzuhalten. Um der kurzfristigen Zielerreichung willen nimmt man unter
       Umständen langfristige Nachteile in Kauf.
Ressort-oder Kostenstellendenken
     • Budgets werden für einzelne Bereiche festgelegt, die für die Einhaltung verantwortlich zeichnen.
Verabsolutierung von Budgetvorgaben
     • Sehr konkrete Budgetvorgaben bergen die Gefahr, dass Mitarbeiter ihr Handeln nur noch auf die Einhaltung der Vorgaben konzentrieren.
Gefahr der Bildung umfangreicher stiller Reserven
     • Je größer die Bedeutung der Einhaltung von Budgetvorgaben als Erfolgsmaßstab, desto größer ist die Versuchung, beim Aushandeln des
       Budgets überhöhte Kosten anzuführen.

Budgetierungsprozesse
Top-Down-Budgetierung
     • Die Top-Down-Budgetierung geht von oben, also von der Führung nach unten.
     • Die Mitarbeiter bekommen von oben Vorgaben, an denen sie kaum mitgewirkt haben, aber für deren Erfüllung sie verantwortlich sind, was
       zu Beeinträchtigung der Motivation führt.
Bottom-up-Budgetierung
     • Dieser Erkenntnis entsprechend setzt der Bottom-up-Ansatz auf der untergeordneten Führungsebene an. Die Ergebnisse der einen Stufe
       werden der nächst höhere Ebene zugeleitet, die ihrerseits wieder eine Budgetierung vornimmt.
Gegenstrombudgetierung
     • Als Konsequenz aus den Problemen der beiden vorherigen Verfahren wurde das Gegenstromverfahren entwickelt, das beide integriert.
       Zunächst wird eine grobe Budgetierung auf oberster Ebene aufgestellt, die globale Budgetziele vorgibt. Auf der Grundlage dieser Rahmendaten
       werden von den untergeordneten Bereichen die Budgets konkret geplant und in einem Bottom-up-Rücklauf nach oben gegeben.

Budgetkontrolle (operative Kontrolle)
• Bei der operativen Kontrolle steht im Gegensatz zur strategischen eindeutig die Durchführungskontrolle im Vordergrund. Die operative Kontrolle
  setzt sowohl am Abschluss des Planungs-und Realisierungsprozesses an (Feedback-Kontrolle) als auch während des Prozesses
  (Feed-forward-Kontrolle), um der Gefahr verspäteter Rückkopplungsinformationen zu entgehen.
• Die Ergebniskontrolle wird vielfach als kybernetisches Regelkreismodell mit fünf Phasen dargstellt:
     • Festlegung des Solls
     • Ermittlung des Ist
     • Soll/Ist-Vergleich und Feststellung der Abweichung
     • Analyse der festgestellten Abweichung
     • Dokumentation der Ergebnisse