Rechnungswesen

Rechnungsabgrenzung

Transitorische Rechnungsabgrenzung
Bei der transitorischen Rechnungsabgrenzung ist der Zahlungsvorgang im abzuschließenden Geschäftsjahr erfolgt und gebucht. Der Aufwand beziehungsweise der Ertrag wird jedoch erst durch das neue Geschäftsjahr wirtschaftlich begründet.

Aktive Rechnungsabgrenzung
Aufwendungen, die im abzuschließenden Geschäftsjahr bereits gebucht aber dem Folgejahr zuzurechnen sind, werden am Bilanzstichtag über das Konto "ARA" ins Folgejahr übertragen.


Plankostenrechnung - Vorgehensweise

Vorgehensweise
1. Berechnung der Ist-Kosten
2. Berechnung der Soll-Kosten
3. Berechnung der verrechneten Plankosten
4. Einzeichnung der Fixkosten
5. Einzeichnung der Istbeschäftigung
6. Einzeichnung der Planbeschäftigung
7. Einzeichnung der Ist-Kosten
8. Einzeichnung der verrechneten Plankosten
9. Einzeichnung der Soll-Kosten
10. Berechnung / Einzeichnung der Verbrauchsabweichung (Mehrverbrauch)
11. Berechnung / Einzeichnung der Beschäftigungsabweichung (Unterdeckung)


Plankostenrechnung

Definition
Die Plankostenrechnung ist ein zukunftsbezogenes Verfahren der Kosten-und Leistungsrechnung und besonders geeignet zur Lösung von Planungs-und Kontrollaufgaben (Plan-Ist-Vergleich). Die relevanten Plandaten werden über Schätzungen oder Berechungen ermittelt. Es wird zwischen der starren und der flexiblen Plankostenrechnung unterschieden. Die klassische Plankostenrechnung ist ein Verfahren der Vollkostenrechnung. Eine Weiterentwicklung der Plankostenrechung auf Teilkostenbasis ist die Grenzplankostenrechnung.


Normalkostenrechnung

Definition
Die Normalkostenrechnung versucht, die Nachteile der Istkostenrechnung, die Vergangenheitsorientierung und die Berücksichtigung von Zufallsschwankungen der Werte, zu mindern. Das erfolgt durch die Berechnung durchschnittlicher Istkosten mehrer vergangener Perioden.
Auch darunter zu verstehen sind normale Kosten. Die Normalkostenrechnung wird als Vollkostenrechnung betrieben in der Form einer:
• starre Normalkostenrechnung
• flexible Normalkostenrechnung


Kurzfristige Erfolgsrechnung

Periodenerfolgsrechnung
Es wird der betriebliche Erfolg einer bestimmten Periode ermittelt. Dazu werden die entstandenen Kosten von den Umsatzerlösen abgezogen.

Stückerfolgsrechnung
Es wird der betriebliche Erfolg für einzelne Produkte oder Leistungen ermittelt. Dazu wird der erzielte Preis des Produktes mit den Kosten verglichen.


Kostenstellenrechnung - Beispiel


Kostenstellenrechnung

Aufgaben
• Bildung von Kostenstellen
• Kontrolle der Wirtschaftlichkeit
• Verursachungsrechte Verteilung der Gemeinkosten auf Kostenstellen ( BAB )
• Ermittlung von Zuschlagsätzen zur Verrechnung der Gemeinkosten auf die Kostenträger

Einzelkosten
Kosten die einem Kostenträger direkt zugerechnet werden können.
• z. B. Wareneinsatz, Provision, Verpackung


Kostenrechnungssysteme

Ist-Kostenrechnung
Bei der Ist-Kostenrechnung werden die buchhalterisch erfassten und damit in die in einer Abrechnungsperiode tatsächlich angefallenen Kosten berücksichtigt. Sie werden nach Kostenarten und Kostenstellen erfasst und auf die hergestellten Erzeugniseinheiten verteilt.
• Istwerte = Istpreis bei Istbeschäftigung * Istmenge


Kostenplanung

Eine Kostenplanung ist die Voraussetzung für jegliche Kostenkontrolle. Sie ermittelt Planzahlen für die Kosten, die bei einer geplanten Produktion oder Leistungserstellung voraussichtlich anfallen werden.


Kostenkontrolle

Ein wesentliches Ziel der Kostenkontrolle ist es, Abweichungen von Kostenvorgaben zu erkennen, die sich negativ auf die Wirtschaftlichkeit auswirken. Es soll dabei geklärt werden, an welchen Stellen im Betrieb unwirtschaftlich gearbeitet wird und wie das geändert werden soll. Die Kostenkontrolle erfolgt daher überwiegend durch den Vergleich der Soll-Kosten mit den Ist-Kosten.


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