Bürgschaft

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Rechte und Pflichten des Bürgen
• Erfüllt der Schuldner seine Verbindlichkeiten gegenüber dem Gläubiger nicht, muss der Bürge für die Erfüllung dieser Verbindlichkeiten einstehen.
  § 765 BGB
• Begleicht der Bürge die Forderung des Gläubigers, geht diese Forderung gegen den Schuldner auf den Bürgen über, der Schuldner haftet dann
  dem Bürgen. § 774 BGB
• Die Haftung des Bürgen erstreckt sich auf den jeweiligen Bestand der Hauptforderung, einschließlich aufgelaufener Zinsen und angefallener
  Prozesskosten. § 767 BGB
• Eine Bürgschaftserklärung kann nur schriftlich wirksam abgegeben werden. § 350 HGB

Kaufvertrag:
Durch den Kaufvertrag verpflichtet sich der Käufer und somit der Schuldner dem Gläubiger den Kaufpreis zu zahlen.

Bürgschaftsvertrag:
Durch den Bürgschaftsvertrag verpflichtet sich der Bürge gegenüber dem Gläubiger, für die Erfüllung der Verbindlichkeiten einzustehen. Zur Gültigkeit des Bürgschaftsvertrages ist die schriftliche Erteilung einer Bürgschaftserklärung erforderlich. Bei Kaufleuten und Unternehmen, die in das Handelsregister eingetragen sind, ist jedoch eine mündliche Bürgschaftserklärung ausreichend.

Regressforderung:
Zahlt der Bürge die Hauptschuld, dann geht die Forderung des Gläubigers gegen den Schuldner auf ihn über. Er kann dann versuchen seine Forderungen gegenüber dem Schuldner geltend zu machen.

Ausfallbürgschaft:
• Vor einer Zwangsvollstreckung beim Hauptschuldner kann der Bürge die Zahlung verweigern § 771 BGB
• Sie beinhaltet ein vorläufiges Abwehrrecht des bürgen gegen eine Inanspruchnahme.

Selbstschuldnerische Bürgschaft:
• Der Bürge kann dem Gläubiger die Einrede der Vorausklage nicht entgegenhalten.
• Alle Einreden, außer der Vorausklage, stehen dem Gläubiger zu.
• Der Gläubiger kann sich sofort an den Bürgen halten.