Arbeitsverträge - befristet

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Zulässigkeit
• Das Teil- und Befristungsgesetz bestimmt zunächst, dass die Befristung eines Arbeitsvertrages zulässig ist, wenn sie durch einen sachlichen Grund
  gerechtfertigt ist. Ein sachlicher Grund liegt insbesondere vor, wenn:
     • die Befristung zur Erprobung erfolgt
     • die Eigenarbeit der Arbeitsleistung die Befristung gerechtfertigt
     • der betriebliche Bedarf einer Arbeitsleistung nur vorübergehend besteht
     • die Befristung im Anschluss an eine Ausbildung oder ein Studium erfolgt
     • der Arbeitnehmer zur Vertretung eines anderen Arbeitnehmers beschäftigt wird
     • Ohne Vorliegen eines sachlichen Grundes ist die kalendermäßige Befristung eines Arbeitsvertrages bis zur Dauer von 2 Jahren zulässig.
       Innerhalb dieser zweijährigen Frist ist die höchstens dreimalige Verlängerung eines kalendermäßig befristeten Arbeitsvertrages zulässig.
• Nicht zulässig ist eine Befristung ohne sachlichen Grund, wenn mit demselben Arbeitgeber jemals bereits zuvor ein befristet oder auch
  unbefristetes Arbeitsverhältnis bestanden hat.

Neu gegründete Unternehmen
In den ersten vier Jahren ist bei neu gegründeten Unternehmen die kalendermäßige Befristung eines Arbeitsverhältnisses ohne Vorliegen eines sachlichen Grundes bis zur Dauer von vier Jahren zulässig. Bis zur Gesamtdauer von vier Jahren ist auch die mehrfache Verlängerung eines befristeten Arbeitsverhältnisses zulässig.

Schriftform
Nach dem TzBfG bedarf die Befristungsabrede (aber nur diese, nicht der gesamte befristete Arbeitsvertrag) der Schriftform. Darüber hinaus ist in der schriftlichen Vereinbarung auch anzugeben, ob die Befristung auf einem sachlichen Grund beruht, oder aber auf die Dauer von 2 Jahren befristet ist.

Übergang
Wird das Arbeitsverhältnis nach Ablauf der Zeit für die es eingegangen worden ist oder nach der Zweckerrichtung mit Wissen des Arbeitgebers fortgesetzt, so wird es also auf unbestimmte Zeit verlängert, wenn der Arbeitgeber nicht unverzüglich widerspricht oder dem Arbeitnehmer die Zweckerreichung nicht unverzüglich mitteilt.